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X-VIVO: Petrichor Remixed

Ganze neun Jahre ist es her, seit ich mit X-Vivo in Berührung kam. Damals spielte mir die Band ihre Remix-EP Out Of The Smell Of Decay zu, von der ich - wie man der Rezension entnehmen kann - durchaus angetan war. Die Wege trennten sich sogleich wieder, wie so oft im Leben. Jetzt hat mich aleX von X-Vivo "wiedergefunden" und auf die neue EP Petrichor Remixed aufmerksam gemacht, in die ich mich nun reingehört habe, um sie Euch an dieser Stelle vorzustellen.

Zunächst zur Formation ganz allgemein: X-Vivo sind grundsätzlich im Industrial Rock/Metal verwurzelt, dabei aber freigeistig und offen, wie man an der neuesten Veröffentlichung sieht. Hier kommt der metallische Aspekt nämlich nur begrenzt zum Tragen - hauptsächlich in den ersten beiden Tracks.

Aphelion (aleX-Vivo Remix) ist noch ganz klassisch dem Genre zuzuordnen, ein emotional getragenes Brett, dem aber eine gewisse Härte unterliegt. Es folgt Hail The King - ebenfalls von aleX neu gemixt. Ich kenne das Original nicht, aber diese neue Version beginnt mit einem klassischen EBM-Beat, um dann im gleichen Stile das Tempo extrem anzuziehen und nach vorne zu gehen. Für mich ist das definitiv die coolste Nummer der EP und ein Stück, das manche Tanzfläche zum Kochen bringen könnte.

Die oben angesprochene Offenheit entfaltet sich dann in den Tracks drei und vier. Hier hat sich Nicolo Sommer vom Trip Hop Projekt Biinds zweier X-Vivo Stücke angenommen und diese umgearbeitet. Das Ergebnis sind feine (leicht dunkel angehaucchte) Electro-Pop -Perlen, die in mir unwillkürlich Assoziationen zu Voyage (feat. Antje Dieckmann) von Patenbrigade: Wolff wecken. Die sanften Biinds-Remixe von Echo Of The Unseen und The Waves Of The Ocean Are Gone stehen in krassem Gegensatz zu den Industrial-Tracks am Anfang und man würde kaum vermuten, dass alle Songs letztlich im Kern aus einer Feder stammen. Ich selbst finde diesen Kontrast sehr spannend, man muss aber natürlich musikalisch entsprechend offen sein, um die EP im gesamten zu genießen.

Das gilt dann schließlich auch für die letzten beiden Tracks, die das ganze in gewissem Maße auf den Punkt bringen. Hier hat sich aleX selbst nochmal an Perhelion (Part I und Part II) ausgetobt. Der erste Teil ist ein ruhiges Electro/Ambient-Perlchen, ähnlich wie die beiden Biinds-Mixe, während dann mit dem zweiten Teil die EP in einem reduzierten Industrial-Gewand ausklingt.

Wie schon gesagt, Petrichor Remixed zeigt die Musik von X-Vivo von sehr unterschiedlichen Seiten, was tolle Spannungsbögen hervorbringt und künstlerisch einiges zum Ausdruck bringt. Inwieweit das ein breiteres Publikum anspricht, und wie dieses aussehen könnte, lässt sich schwer beurteilen. Für meinen persönlichen Energiehaushalt hätte der härtere "Industrial-Anteil" ruhig noch etwas ausgeprägter ausfallen dürfen, aber wer in den "Dark"-Subkulturen unterwegs und musikalisch nicht zu sehr auf ein Genre fixiert ist, kann hier auf jeden Fall ein spannendes Kleinod finden.

Trackliste
01. Aphelion (aleX-Vivo Remix)
02. Hail The King (aleX-Vivo Remix)
03. Echo Of The Unseen (BIINDS Remix)
04. The Waves Of The Ocean Are Gone (BIINDS Remix)
05. Perihelion (aleX-Vivo Remix) Part I
06.Perihelion (aleX-Vivo Remix) Part II

Veröffentlichung: 18.03.2022
Stil: Industrial Metal/Alternative/Electro
Label: Eigenproduktion
Website: x-vivo.de
Facebook: facebook.com/xvivo

X-Vivo: Petrichor Remixed
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27.03.2022 by Otti
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