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DARKFALL: Interview zur Split mit MORTAL STRIKE

Im Mai haben die österreichischen Metal-Formationen Darkfall und Mortal Strike eine ziemlich coole, gemeinsame Split-LP namens Thrashing Death Squad veröffentlicht. Um diese im Slam Alternative Music Magazine etwas mehr zu beleuchten, durfte ich anschließend mit Darkfall-Fronter Thomas Spiwak ein Interview führen - die entsprechende Story findet Ihr in der dieser Tage erscheinenden Slam #116. Alle Parts des Interviews, die nicht im Heft untergekommen sind, könnt Ihr nun hier genießen:

Otti:
Anlass dieses Interviews ist ja eure frisch erschienene Split Thrashing Death Squad mit Mortal Strike. In der Presseinfo heißt es, dass es Pläne hierfür schon länger gab. Simple Frage: Wie ist die Idee denn seinerzeit entstanden?

Thomas:
Zum ersten Mal sprachen wir über diese Split-Scheibe auf einem gemeinsamen Auftritt auf dem Alpine Steel Festival in Innsbruck im Jahr 2017. Auf einer recht zünftigen Aftershow-Party kam es uns in den Sinn mal zusammen was zu veröffentlichen, und im Laufe der Zeit wurde das Ganze dann etwas konkreter. Ursprünglich sollte dann das Album zu unserer 25-Jahre-Jubiläumsshow auf dem Kaltenbach Open Air im Jahr 2020 veröffentlicht werden, aber leider kam uns Corona dazwischen, und alles hat sich schlussendlich auf den 07.05.2021 verschoben.

Darkfall | Mortal Strike: Thrashing Death Squad
"Unser gesamtes Dasein als Band ist eine einzige Ehrerbietung an den Metal."

Otti:
Ein Clou der Veröffentlichung ist, dass ihr jeweils einen Song der anderen Band gecovert habt. Nach welchen Kriterien habt Ihr Here Comes The Tank ausgewählt?

Thomas:
Ich persönliche finde, dass diese Nummer eine der stärksten und auch eingängigsten Nummern auf dem Album von Mortal Strike ist, und auch musikalisch grob unserem Verständnis von Songaufbau und Arrangement entspricht. Von daher war es irgendwie aufgelegt, diese Nummer herzunehmen, und etwas zu verdarkfallen. Im Prinzip haben wir die Nummer etwas brutaler und schneller gemacht, einige Soli hinzugefügt und speziell beim Gesang und Schlagzeug auf mehr Druck gesetzt. Die Nummer wurde grundlegend etwas death-metal-lastiger gestaltet, und so dem Song unser eigener Stempel aufgedrückt.

Otti:
Welchen Einfluss hattet Ihr auf die Wahl von Mortal Strike, die sich für Euren Song Rise To Dominate entschieden haben?

Thomas:
Kurz und bündig: gar keinen. Die Jungs haben uns zwar vorab über ihre Entscheidung informiert, aber wir haben ihnen dann nur die Noten und den Text zukommen lassen, alles Weitere oblag dann Mortal Strike selbst. Umgekehrt war es genauso, und beiderseits hörten wir die jeweilige Nummer erst mit Erscheinen des Albums. Im Prinzip ist es Mortal Strike ebenso gut gelungen, unserer Nummer ihren Stempel aufzudrücken. Speziell beim Schlagzeug und Gesang unterscheiden sich die beiden Herangehensweisen der Bands schon sehr. Beide neue Versionen haben so aber ihren eigenen Charme und es ist schon etwas Besonderes, seine eigene Nummer in einem neuen Gewand von einer anderen Band zu hören.

Otti:
Eine andere Besonderheit ist das jeweilige Cover von anderen Metal-Legenden, wobei Ihr mit Hail To The Warriors ein Manowar-Medley geschaffen habt. Was macht für Euch Manowar so besonders, zumal sie ja in eine gänzlich andere Metal-Bresche schlagen, als Ihr selbst?

Thomas:
Zum einen finde ich es ehrlich gesagt wenig herausfordernd, eine Band aus demselben Subgenre zu covern, somit war es für uns von Anfang an klar, dass unser Cover definitiv nicht aus dem Extreme Metal kommen wird. Zum anderen waren und sind Manowar seit jeher meine absoluten Favoriten im musikalischen Sinn. Von daher war es mir auch ein persönliches Anliegen, mich mal an einem Cover dieser Band zu versuchen, und aus einer ihrer Nummern etwas Neues zu machen. Ebenso kann bei Darkfall jeder etwas mit Manowar anfangen, und wir hatten die Nummer Hail And Kill früher schon mal live gespielt. So war es für uns irgendwo auch selbstverständlich Manowar für unser Cover auszuwählen.

Otti:
Wie kam es dazu, dass Ihr statt eines reinen Covers eine Symbiose aus zwei der größten Hits von Manowar geschaffen habt?

Thomas:
Nun ja, es ist natürlich selbstredend, dass es von einer Band wie Manowar schon etliche Cover-Versionen im herkömmlichen Sinn gibt. So gesehen stellte sich natürlich schon die Frage, ob eine weitere 1:1-Cover-Version überhaupt sinnvoll ist bzw. noch wirklich jemand braucht. So kamen wir auf die Idee, einfach zwei ihrer größten bzw. bekanntesten Klassiker zu fusionieren und ein Tribute-Medley aus unserem Cover-Song zu machen. So fiel die Wahl auf die beiden Songs Warriors Of The World United und Hail And Kill. Gesanglich gesehen war es atmungstechnisch eine ziemliche Herausforderung, und auch nicht immer einfach, den Druck über die gesamte Länge der einzelnen Sätze aufrechtzuerhalten. Da merkt man wirklich, was für ein überragender Sänger Eric Adams eigentlich ist. Absolute Spitzenklasse! Für mich war es definitive eine Ehre, diese Songs selbst zu singen, und meine eigene Death-Metal-Note bei den Vocals einbauen zu dürfen. Aufgrund von Corona und den Bestimmungen im Studio konnten wir zwar leider einige Sachen, wie zum Beispiel mehrstimmige Chöre, nicht wie erhofft umsetzen, aber vielleicht gibt es dann zum nächsten regulären Album eine Full-Power-Version dieses Medleys. Mal schauen.

Otti:
Zudem hat jede Band jeweils zwei neue, eigene Stücke beigesteuert. Hattet Ihr da eine tiefere Idee, wie diese zum Cover-Material und dem von Mortal Strike passen sollten?

Thomas:
Nein, die beiden neuen Nummern sind unabhängig von den Cover-Songs entstanden, und unser Anspruch an die eigenen Nummern war es, die Band Darkfall in gewohnter Art und Weise zu präsentieren. Druckvoll, brachial und geradeaus in die Fresse. Die beiden Songs bewegen sich wieder im Graubereich zwischen Thrash und Death Metal, mit einer ordentlichen Portion Melodie.

Otti:
Ich persönlich verstehe Thrashing Death Squad als eine Art Liebeserklärung an den Metal insgesamt. Was macht für Euch Selbigen so besonders?

Thomas:
Unser gesamtes Dasein als Band ist eine einzige Ehrerbietung an den Metal. Welchen anderen Grund hätte eine Band sonst, als die Musik, die man lebt zu repräsentieren? Die Musik, die wir spielen, definiert uns einfach als Band und in weiterem Sinne auch als Persönlichkeiten. Es ist unsere Art zu leben. Alles andere würde für mich auch keinen Sinn machen. In meiner oder unserer Welt spielt man Metal aus Überzeugung und Hingabe. Das steht sowohl für Darkfall als auch für Mortal Strike: Metal aus Leidenschaft!

Otti:
Gibt es auf der anderen Seite auch Metal-Ausprägungen, mit denen Ihr wenig bis gar nichts anfangen könnt? Und wenn ja, was stört Euch an diesen?

Thomas:
Grundsätzlich höre ich mir im Bereich Metal so ziemlich alles an. Vom Hard Rock über Heavy, Gothic, Doom, Speed, Thrash, Death, Black, Pagan Metal bis zum Grindcore ist hier eigentlich alles dabei. Hauptsache es gefällt mir, und trifft meinen persönlichen Geschmack. Im Allgemeinen fange ich aber mit pseudo-intellektuellem Emo- und Depri-Gejammer nicht wirklich etwas an. Aber jedem das seine, und jeder wie er will.

Otti:
Ich gehe mal davon aus, dass ihr mit Mortal Strike schon einiges gemeinsam durchgemacht hat. Welches Erlebnis verbindet Euch besonders?

Thomas:
Das gemeinsame Erlebnis, einen Bierkrug bei passender Beschallung zu leeren, ist unsere Bande. Egal ob auf der Bühne, davor, oder dahinter. Am besten zusammen und reichlich.

Otti:
Stillstand bedeutet Rückschritt, heißt es doch so schön, und da Thrashing Death Squad nun veröffentlicht ist, was steht als nächstes im Hause Darkfall an?

Thomas:
Zuerst hoffen wir mal wieder auf baldige Live-Konzerte als Band und auch als Besucher. Ab Herbst 2021 sollte doch hoffentlich wieder etwas möglich sein. Und ein normaler Festival-Sommer wäre auch mal wieder wünschenswert. Hier werden wir aber ziemlich sicher noch bis 2022 warten müssen. Abseits der Live-Front werden wir demnächst mit den Arbeiten an unserem nächsten Album beginnen, und dann die Weltherrschaft an uns reißen! Bis dahin sollte Thrashing Death Squad

Website:
darkfall.at

Art des Interviews: Email
14.06.2021 by Otti
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