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Acylum: Your Pain

Dieses Mal bin ich es etwas anders angegangen. Ich habe mir "Your Pain" genommen, in den CD-Player gelegt, und die CD laufen lassen. Und das tat sie sann auch tagelang, nur dummerweise kam ich nie dazu was drüber zu schreiben. Dann hab ich mir gedacht, erstmal wieder Abwechslung kann nicht schaden, außerdem muß man als Musik-Redakteur ja schon aus arbeitstechnischen Gründen immer mal was neues hören. Also eine Woche Pause, und nun liegt der Silberling wieder im Player.

Und es spricht auch schonmal für sich, wenn ich ein Album zum einen tagelang laufen lassen kann, ohne es entnervt gegen die Wand zu schmettern, zum anderen es aber auch gerne nochmal anhöre, nachdem es schon soviel Hörzeit abbekommen hat. Zwei dicke Pluspunkte für Acylum, das EBM-Projekt des Chemnitzer DJ Pedro Engel. Auch wenn das so gar nicht beabsichtigt war, und sicher nicht daran liegt, daß "Your Pain" nun meine Lieblings-CD geworden sei.
Es ist aber zumindest zu erwarten daß die CD auch noch häufiger meine Tage und Nächte begleiten wird. Wenn man guten, durchdachten Elektro-Sound erwartet, dann ist man mit Acylum jedenfalls auf der sicheren Seite. Gesanglich unterstützt von Kai Arnold (Wynardtage, Sensogen) ist Qualität vorprogrammiert, düster anmutende Melodien werden von Beats getragen, die mehr als nur das übliche monotone Hämmern darstellen. Besonders hervorzuheben ist Pedro´s unglaubliches Geschick, die obligatorischen Filmsamples geschickt ins Soundgewebe einzuflechten, statt sie nur als stumpfe, sinnlose Refrains zu verwenden. So bekommt das Ganze einen runden Klang, die Samples wirken wie tatsächliche Lyrics, oder aber auch Bridges zwischen den einzelnen Soundpatterns.
Man merkt sicher schon an meinem Drang mich der Fachbegriffe zu bedienen, daß hier ein Musiker am Werke ist, der sein Fach versteht, und der sich meinen Respekt mit seinem Album erarbeitet hat. Entgegen mancher Vorurteile kann EBM eben doch anspruchsvoll und musikalisch wertvoll sein.

Fazit: Klar, das übliche "Geschmäcker sind verschieden" Geschwafel kann man immer anbringen, erspare ich mir hier aber. Stattdessen nur meine persönlichen Anspieltipps: "trip of hate" und "no way out". Warum? Ganz einfach, beide haben Überschneidungen was Samples und Melodie angeht, so daß man fast meinen könnte, das eine ist nur ein Remix des anderen. Aber nein, Pedro, aka "Acylum", hat hier aus einem Grundthema zwei vollkommen unterschiedliche Songs mit jeweils eigenem Charme gestrickt. Oder ein anderer Grund: Ich find die Songs einfach Klasse. ;)

Tracklist:

01. your pain
02. trip of hate
03. final shot (album version)
04. black virus
05. no way out
06. war
07. your pain (wynardtage remix)
08. dead culture
09. final shot (club mix)
10. der kampf (chrome division remix)
11. fear
12. dead culture (la magra remix)
13. visionen des bösen
14. dead end
hidden track: black death

Erschienen: Dezember 2005

More Info

Cover

10.04.2006 by Otti

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