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J.T. Ellison: Todessymphonie

Eigentlich wollte die Nachbarin nur - wie so oft - nach der Katze schauen, da der Besitzer des Hauses verreist ist. Doch was sie an diesem Abend vorfindet, ist an Grausigkeit kaum noch zu überbieten: Ein totes Mädchen, ausgemergelt und mit einem Messer an einer Säule drapiert.
Als die jüngst degradierte Taylor Jackson zum Tatort kommt, wird ihr schnell klar, hier handelt es sich nicht um einen einfachen Mord. Zu sehr erinnert das Bild an ein klassisches Gemälde, von dem eine Kopie auch noch im gleichen Haus zu finden ist. Offenbar gibt es einmal mehr einen Serienmörder, der in Nashville zugeschlagen hat. Und es kommt noch schlimmer! Der Mord hat frappierende Ähnlichkeit mit solchen, die in Italien und England stattgefunden haben. Ist hier ein international tätiger Killer am Werk?

Einmal mehr dürfen wir Taylor Jackson und ihrem Verlobten, dem FBI-Profiler John Baldwin, dabei folgen, wie sie einem Massenmörder das Handwerk legen. Todessymphonie ist dabei die neueste Geschichte aus der Feder von Erfolgsautorin J.T. Ellison, deren Romane ich euch ja schon seit einer Weile immer wieder ans Herz lege.

Wie schon im Vorgänger Judasmord, legt die Autorin in Todessymphonie wieder ein rasantes Tempo vor. Die gesamte Story spielt in nur wenigen Tagen und knüpft dabei zeitlich auch sehr nah an den Ereignissen des letzten Romanes an, was in meinen Augen auch die einzige Schwäche des Gebotenen ist. So realistisch und glaubhaft die Erzählungen von Frau Ellison auch sind, nicht zuletzt aufgrund ihrer hervorragenden Kontakte zu echten Polizisten und Agenten, so überspitzt wirkt mittlerweile der Spannungsbogen. Es scheint, als sei Nashville ein wahres Höllennest von Serienmördern, die dort wie Pilze aus dem Boden sprießen. Auch übersteht Hauptfigur Taylor in extrem kurzer Zeit soviele dramatische Wendungen im Beruf und teilweise auch im Privatleben, dass man sich fragt, wie ein Mensch das überleben kann, ohne in eine Nervenheilanstalt eingeliefert zu werden.

Das ist aber Kritik auf einer ganz speziellen Ebene, der das ansonsten fantastische Werk der Autorin entgegen steht. In Todessymphonie werden Taylor und Baldwin zum Beispiel mit einer ganz perfiden Ausprägung des "Bösen" konfrontiert, dem Nekrosadismus. Auch müssen sie sich einmal mehr ihren Gefühlen füreinander stellen, werden dabei von einem britischen Scotland Yard-Polizisten durcheinander gebracht und ganz nebenbei hat Taylor mit ihrer Degradierung und einem daraus resultierenden, ziemlich nervigen neuen Vorgesetzten zu kämpfen.

Im Fazit bleibt festzuhalten: Auch die Todessymphonie ist ein toller Roman, den ich jedem Thriller-Fan nur empfehlen kann. Die Kleinigkeiten die mich stören, sind leicht zu verkraften, wenn man sich im Gegenzug am tollen Stil und der durchweg unterhaltsamen Erzählweise von J.T. Ellison ergötzen darf.

Veröffentlicht: Oktober 2012
Genre: Thriller
Verlag: Mira Taschenbuch
Umfang: 364 Seiten
Preis: 8,99 Euro (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-86278-470-7

Cover

18.12.2012 by Otti

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