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SOUL SACRIFICE: Carpe Mortem

Der Orient, seit Anbeginn der Zeit die Wiege des Fortschritts in vielen Bereichen des Lebens. Während des Mittelalters wurde Unsereins bei kleinsten Gebrechen zur Ader gelassen, was je nach Krankheit zum "gottgewollten" Tod führen konnte. In Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, wusste man da allerdings schon seit Jahrhunderten, um die heilende Wirkung zerstoßener Kräuter, Salben und der gesunder Ernährung. Und auch jetzt muss man sich eingestehen, dass der Orient uns in mancherlei Hinsicht ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen ist. SOUL SACRIFICE zeigen dies wohl mehr als deutlich.

Gegründet 1997, durch die zwei Gitarristen Maksim und Feyzi, existieren SOUL SACRIFICE nun schon seit 2003 in der derzeitigen Besetzung. Nach ihrem Debütalbum Stranded Hate war klar, dass es sich hier um eine Band handelt, mit der man in Zukunft rechnen muss. Ihr neuestes Werk, Carpe Mortem ist durchaus mehr als gelungen.
Los geht es mit Requiem der als Keyboardintro mit orientalischem Gesang daherkommt und sehr entspannend wirkt,bis es dann langsam aber sicher in den Song Bullet Proof fadet. Hier gehts dann erstmal richtig ab. Es lockt ein perfekter Growler, gepaart mit beinharten Gitarrenriffs und prügelndem Schlagzeug. Groovig und gut durchdacht, ist dieser Track ein spitzen Opener, fern von der rohen Härte, die man sich sonst unter Death Metal vorstellt. Es folgt Comatose, der mit einer prägnanten Gitarrenmelodie direkt ins Ohr geht. Auch ist der gesungene Refrain definitiv ein Earcatcher und hat Ohrwurmcharakter.Schwer zu glauben, dass hier der Schreihals der Band Özgür die seichten Töne anschlägt. Dieser Song hat in etwa soviel Format und Klasse, wie man es eher von Bands wie In Flames und ähnlichen Künstlern gewohnt ist.
Trotz der Einbindung vieler moderner Elemente, verlieren SOUL SACRIFICE nie die Wurzeln des klassischen Death Metal, nun sind den Türken durch ihr Talent und viel Arbeit die perfekte Gratwanderung gelungen und das muss gewürdigt werden. Definitiv ein Highlight ist Keske der beim ersten Hören wirkt,als hätte jemand die Gesangsline rückwärts auf die Scheibe gepresst, aber keine Sorge...hier singen SOUL SACRIFICE in ihrer Muttersprache. Das klingt unglaublich irre, aber abgefahren geil. Anders kann man es nicht beschreiben. Die folgenden Tracks wie Fly Forever und Torture My Soul, lassen den Hörer immer weiter in eine perfekt gemischte Welt, bestehend aus pumpenden Drums, anspruchsvollen Gitarrensoli, hartem Gebretter und orientalischen Klängen, abschweifen. Doch dann kommt der Namensgeber Carpe Mortem. Nur instrumental, unterlegt mit dezenten Samples, bildet er einen Kontrast, der musikalisch sehr cool, aber marketingtechnisch genial ist. Obwohl bei dem Album nie Langeweile aufkommt, durchbricht Carpe Mortem den Trott und fesselt den Hörer noch stärker an das dargebotene Programm.
Und das mit Recht, denn in Sarcastic Existence huldigen die Jungs von SOUL SACRIFICE ihren orientalischen Wurzeln und verblüffen mit einer Folklore-Bridge die definitiv Spaß macht. Das und die cleane Gesangsline machen Sarcastic Existence zu einem Muss für jede Playlist. Leider endet das Album mit Exile viel zu schnell, denn nach guten 45 Minuten will man einfach nur mehr von SOUL SACRIFICE hören.

Kurz gesagt: SOUL SACRIFICE - Carpe Mortem kaufen, hören und einfach geil finden. Danke für dieses außergewöhnliche "Masterpiece of Music".

Übrigens: Wer die Jungs live erleben möchte, hat auf ihrer Europatour mit Nightrage im September/Oktober 2012, die Chance dazu.

Trackliste
01. Requiem
02. Bullet Proof
03. Comatose
04. O.L.B.
05. Keske
06. Fly Forever
07. Killing For Society
08. Torture My Soul
09. Carpe Mortem
10. Sarcastic Existence
11. Exile

Veröffentlichung: 29.06.2012
Stil: Death Metal
Label: Massacre Records
Website: http://www.soulsacrificemusic.com
Facebook: http://www.facebook.com/soulsacrificetheband

27.06.2012 by MurderTrain

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