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The Prophecy²³: Green Machine Laser Beam

Schonmal den Begriff "Brutal Thrash Party Metal" oder "Mosh Action Metal" gehört? So präsentieren The Prophecy23 ihren Sound. Hart, brutal, aber immer mit einem Zwinkern dahinter. Die Jungs aus Heilbronn knüpfen mit ihrem zweiten Studioalbum Green Machine Laser Beam fast nahtlos an den Erfolg ihres Debüts ...To the pit! an, diesmal aber mit noch gefestigterem Sound und einem roten Faden in die Hölle und zurück.

Schaut man über die lange Tracklist, die mit sechzehn Tracks wirklich ein beachtliches Dingen ist, so findet man Titel wie We Are The Pit Police oder Captain Quick And The Pirates und den genial gewählten Titel des Intros Tough, Cool And Here To Mosh. Mit einer gesunden Portion an Selbstbewusstsein geht die Combo hier offensichtlich an den Start und wird dann von einem Ansager auf die Massen losgelassen. Mit Ice Road Trucker vs. The Sun geht es dann direkt in die Vollen: Fette Gitarren, mehr als treibendes Schlagzeug und dazu die Shouts und Growls von Philipp Heckel und Hannes Klopprogge. Hier bekommt man Thrashmetal vom Feinsten, mit Breakdowns à la carte, Rhythmuswechseln voller Energie und brachialen Stimmen, die sich immer wieder abwechseln und die treibende Stimmung absolut mitprägen. So auch bei den folgenden Don´t Step Back und Beyond The Purple Pipes. Hier geht es etwas rockiger zur Sache, dem eigenen Stil wird aber treu geblieben. Und bei einer echten Thrash-Platte dürfen Pigsqueals auch nicht fehlen. Die bekommen ihren großen Auftritt am Ende von Don´t Step Back. Hätte man auch weglassen können um den Song als absoluten Knaller zu halten aber das mag vielleicht an meiner persönlichen Abneigung entgegen dieser Schweinegeräusche liegen. Allerdings ist es wirklich schön zu hören, dass eine Band mit zwei Shoutern es schafft, sich abzuwechseln und dabei das Eigene durchzuziehen. Da sollten sich einige Truppen mal ein Beispiel dran nehmen.

Der Namensträger des Albums Green Machine Laser Beam geht sofort ins Ohr, nicht zuletzt dank der immer wiederkehrenden Lyrics, die den Namen des Titels wiederholen und die Melodie von den Gitarren unterstützt wird. Dass die Gitarristen Dennis Lidak und Klopprogge nicht nur blöd auf die Saiten hauen, wurde schon im Vorgänger mit einem eindringlichen Solo bewiesen. Beim Titelsong geht es dann ein bisschen in die orientalische Richtung, was wirklich sehr cool kommt. Dann darf der Ansager vom Anfang noch einmal ran, diesmal ist er als Sergeant P Of The 23 unterwegs um den nächsten Song einzuläuten. We Are The Pit Police überzeugt mit hämmernden Beats und Gitarrenmelodien, die zur Jagd auf Pit Gangster aufrufen. Ein kleines Highlight gibt es dann in der Bridge, denn diesmal ist kein Breakdown der Stimmungsdreher sondern eine kleine Rock´n´Roll-Einlage, die sich dann wieder gewohnt heavy auflöst. Natürlich darf hier, ganz getreu dem Police-Motto die Sirene nicht fehlen. Sehr geil gemachtes Stück.

Etwas chaotischer knallt dann Wake Me Up For Lunch in de Boxen und ist zwar duch den chorischen Refrain ein Mitgröler, aber kriegt nicht die nötige Energie, die schon vorher aufgebaut wurde. Ist auch kein Durchatmer sondern eher ein Mitläufer. Dafür eine ganze Portion schwermetallischer kommt Honor To Whom Honor Is Due dann um die Ecke. Hier darf sogar fast gesungen werden! Es ist zwar eher ein knallharter Sprechgesang aber man kann die Melodie nicht nur erahnen! Die Gitarre kehrt immer wieder zu einer simplen aber eingängien Tonabfolge zurück und schleift den Song nach und nach rund. Dazu das hämmernde Schlagzeug unterstützt vom Bass, der leider etwas zu kurz kommt, und der Kopf MUSS mitschwingen! Aber es kommt noch besser denn jetzt wird die Bühne frei gemacht für Captain Quick And The Pirates. Mit einem Marsch im Darth Vader Stil geht es an den Start, kurze kräftige und richtig hohe Vocals leiten dann zu den Gitarren, die zuerst wieder schnell und dann eher untermalend voranschreitend. Der Refrain ist geprägt von den Piraten, die ihrem Captain zurufen. Wer da nicht mitmacht ist wirklich selber Schuld.
Zeit zum Durchatmen. Herr Ansager hat eine kurze Jazzmelodie mitgebracht und führt den Zuhörer nach diesem Ausflug in die Piratenwelt wieder zurück in das Auge des Tornados von The Prophecy23 mit Don´t Waste Your Time - Get Wasted (Now!). Es müssen eben 28 Sekunden reichen um sich den Schweiß vom Moshen abzuwischen und die verlorenen Zähne aufzusammeln. Auf der Zielgeraden rocken dann noch No Beer - What A Mess und No Followers - No Leaders vor sich hin. Und nicht nur die Namen ähneln sich, auch das Arrangement aus voranpreschenden Beats, abwechselnd mit rotzigen Gitarren kommt einem in beiden Songs recht ähnlich vor. Das letzte Aufgebot an feiernder Härte trifft dann mit Princess Of Gorleben nochmal genau in die Fresse um dann in dem Schmuse-Gitarren-Stück Guts.Gore.Reactor.Core zu versiegen. Knapp eine Minute dudelt der kleine Ender vor sich hin und lässt Green Machine Laser Beam mit euphorischem aber intimen Applaus ausklingen.

Ja, was soll ich noch groß dazu sagen? Wer die bösen Metaller mit Mucke über Satan, seine Kinder und den Untergang der Welt leid ist, der sollte mal in The Prophecy23 reinhören. Mosh- und Headbang-Action ist hier absolut vorprogrammiert, nicht nur durch die antreibenden Sounds sondern auch einfach durch das gute Arrangement. Die Jungs bringen mit Green Machine Laser Beam ein geniales Album zum Rock-Sommer zum Besten und das genau zum richtigen Zeitpunkt. Wer auf Thrash- und Death-Metal steht, der macht hier nichts falsch aber auch die hart gesottenen Rocker unter euch sollten mal ein Auge auf den Longplayer werfen, denn es lohnt sich absolut! Tough , Cool And Here To Mosh!

Anspieltipps:
Green Machine Laser Beam
We Are The Pit Police
Captain Quick And The Pirates

Tracklist
01 Tough, Cool And Here To Mosh
02 Ice Road Trucker vs. The Sun
03 Don’t Step Back
04 Beyond The Purple Pipes
05 Green Machine Laser Beam
06 Sergeant P Of The 23
07 We Are The Pit Police
08 Wake Me Up For Lunch
09 Honor To Whom Honor Is Due
10 Captain Quick And The Pirates
11 Call Your Friends To Hang Out
12 Don’t Waste Time – Get Wasted (Now!)
13 No Beer – What A Mess (Radio Edit)
14 No Followers – No Leaders
14 Princess Of Gorleben
16 Guts.Gore.Reactor.Core.

Veröffentlichung: 29.06.2012
Stil: Brutal Thrash Party Metal
Label: Massacre Records
Website: www.theprophecy23.de/
MySpace: www.myspace.com/theprophecy23
Facebook: www.facebook.com/theprophecy23

Cover

27.06.2012 by HerInfernalMajesty

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