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Feadóg: Tin Whistle (High D)

Ihr ahnt es sicher schon anhand der Überschrift: Die musik- & instrumentesüchtige Sija muss mal wieder ihren Senf zu unmöglichen Sachen geben (und ich kann euch auch sagen, dass das so schnell nicht aufhören wird, ich hab hier noch einige Songbooks etc rumliegen ;)
Bevor ich euch jedoch mit den Eigenschaften (oder Eigenheiten?) einer Feadóg beglücken kann, müsst ihr eine kurze Einführung über Whistles ertragen, tut mir leid...
Das wunderbare irische Pfeiflein, auch Tin Whistle oder Penny Whistle genannt, ist den meisten Leuten, die wenig mit Irish Folk zu tun haben, unbekannt - zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich erwähnte, dass ich Tin Whistle spiele, erstmal "Äh...was fürn Ding?" kommt. Insoweit natürlich verständlich, als dass es außer im Folk (mittlerweile übrigens nicht mehr nur im irischen) kaum Verwendung findet, aber angesichts dessen, dass es eine Flöte mit sehr angenehmen Klang ist, irgendwie schon schade. Das ist wohl auch der Grund, warum ich unbedingt eine Rezension zu meiner "Marie" [ma:ri] schreiben wollte, weswegen ich auch nicht näher auf die Grundeigenschaften einer Tin Whistle eingehen werde - eventuell sorgt dafür demnächst ein eigener Artikel von mir, ansonsten einfach mal im Internet informieren.

Eher durch Zufall stolperte ich vor einiger Zeit über jene Flötlein, und da ich vom Klang schlicht und ergreifend fasziniert war - und die Griffweise der einer Blockflöte stark ähnelt -, war kurz darauf eine Feadóg angeschafft. Hierbei ist zu erwähnen, dass es eine Vielzahl Hersteller von Tin Whistles gibt, von den Anfängermodellen ab ca 10 Euro (zu denen zB Feadóg , Generation und Waltons gehören) bis zu High End Instrumenten für den Profibedarf.
Bei den Herstellern von Whistles scheiden sich allerdings die Geister; die einen finden die billigen Modelle vollkommen in Ordnung und haben daran nichts zu mäkeln, und es gibt sogar bekannte Musiker, die auf eine der billigeren Marken schwören, andere bevorzugen Chieftain & Co - kurzum, jeder sagt was anderes, was einem die Entscheidung für eine bestimmte Whistle nicht wirklich erleichtert.
Nach ewigem Anhören und Vergleichen von Klangbeispielen fiel meine Wahl schließlich auf die in Dublin gefertigte Feadóg, eines der günstigsten Instrumente, aber mit einem meiner Meinung nach ziemlich tollen, klaren Klang. Das ist natürlich wie immer Geschmackssache, manchen Musikern gefällt ein Sound, der mehr breathy ist, besser, mir war vor allem wichtig, dass sie nicht schon in der zweiten Oktave so klingt als würd ihr die Puste ausgehen oder ne Sirene losgehen. ;)
Außerdem ist die Flöte auch in der 2. Oktave mit recht wenig Luft spielbar (3. Oktave geht je nach Tagesform auch, ist mir persönlich aber zu schrill, egal bei welchem Flöteninstrument) und "nur" mittellaut, zumindest hat sich bisher kein Nachbar beschwert :o)
Mein Modell ist in der traditionellen D-Stimmung (Feadóg stellt sonst nur noch Penny Whistles in C her, die größte Stimmungsauswahl hat eindeutig Generation), mit der man von Beginn an die meisten irischen Stücke spielen kann, weil die meist in D- oder G-Dur sind, mit etwas Übung klappt es aber auch durch das halbe Abdecken in anderen Tonarten zu spielen, wobei man aber recht genau treffen muss, damit der Ton stimmt - liegt aber nicht spezifisch an der Whistle, sondern ist ein allgemeines Problem was man bei allen Flöten mit den halbgeschlossenen Tönen immer hat, was wie gesagt eigentlich nur durch Üben zu lösen ist.
Feadógs gibt es aus Messing, Nickel mit dickerer Wandung und farbig (schwarz/rot/blau/grün/silber); ich nenne eine typische Whistle aus Messing mit grünem Kopf mein Eigen, wobei das Messing als Material den Nachteil hat, dass es nach einigem Spielen Flecken bekommt, die ich persönlich etwas unästhetisch finde, aber leicht kleinzukriegen sind wenn man das Pfeiferl regelmäßig mit Silberputztuch behandelt (Achtung, das Messing erhitzt sich ziemlich schnell! xD). Bei den bunten Varianten hat man das Problem nicht, mit Nickel hab ich keine Erfahrungen, aber durch die "heavy Wall" soll der Klang voller werden - konnte ich bisher leider nicht testen.

Auch wenn ich weiß, dass es einige gibt, die Feadógs einfach nur schlecht finden, ich bin mit meiner Tin Whistle bisher rundum zufrieden und kann eigentlich nicht ganz nachvollziehen, was an ihr so schlecht sein soll. Sicher, sie ist nicht stimmbar, was in einer Band evtl Probleme bereiten kann, wenn dann vier Saiteninstrumente umstimmen müssen wenn die Whistle zu hoch ist, und bei Sessions sind Susatos eindeutig lauter, aber ich find den Klang und das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr als in Ordnung und kann Feadógs ohne Bedenken weiterempfehlen.

Weitere Informationen:

Hersteller: Feadóg
Homepage: feadog.ie
Tonart: D-Dur
stimmbar: nein
Material: Messing + Kunststoffkopf

Cover

20.07.2007 by Sijaita

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