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Porta Nigra: "From The Ashes Of Angels", Köln, 18.03.2012

Wenn ich eines ja immer wieder schön finde, dann sind es Konzertveranstalter, die sich auch mal an ungewöhnliche Konzepte und Nischen wagen und so dafür sorgen, dass man Events abseits des Mainstream-Einheitsbreis mit den ewig gleichen Bands erleben kann. Ein solches Veranstalterteam nennt sich Porta Nigra, kommt aus Belgien und macht sich so nach und nach mit besonderen Festival-Events im schwarzen Spektrum einen Namen. Nachdem das letzte Porta Nigra-Festival If this is the answer... im Winter sich mit der Sparte des Neofolks beschäftigte, gab es nun im Frühjahr das From The Ashes Of Angels-Festival, dessen Schwerpunkt auf klassischem Gothic Rock und Dark Wave lag.

Die Porta Nigra-Feste werden dabei als "Doppel-Events" in zwei Städten umgesetzt. Am Samstag fand das Festival im belgischen Aarschot statt, am Sonntag dann in der Werkstatt zu Köln - Letzteren Termin habe ich dann auch selbst wahrgenommen, also am 18.03.2012. Für mich war das insgesamt etwas anstrengend, da auf besagtes Wochenende zahllose private und berufliche Termine fielen und ich dadurch nur noch auf Achse war. Trotz einer Autobahnsperrung und übelster Müdigkeit schaffte ich es dann aber doch pünktlich zum nachmittaglichen Einlass an der Location aufzuschlagen.

Eigentlich wollten Daniel und Uli noch mitkommen, um die Berichterstattung zu übernehmen, mussten aber aus privaten Gründen kurzfristig absagen. Da aber die netten Kollegen vion Unart.tv auch mit einer Delegation vor Ort waren, hatte ich zumindest bekannte Gesichter, mit denen ich die Zeit verbringen konnte.

Anfangs wirkte es allerdings so, als würde die Werkstatt arg leer bleiben - Was zwar an einem Sonntag nachmittag nicht weiter verwundert, aber trotzdem natürlich schade gewesen wäre. Zum Glück füllte sich die kleine Konzerthalle dann aber dopch so nach und nach bis zu einem Maß, das man als ordentlich, aber bei weitem nicht voll nennen konnte.


Escape With Romeo

Insgesamt fünf Bands standen auf dem Plan, und zu allen will ich hier kurz ein paar Sätze loswerden.

Opener waren Ahráyeph aus Belgien, die sehr schönen, ruhigen Gothrock präsentiert haben. Nicht unbedingt eine große Showband, aber musikalisch durchaus sehr ansprechend und für mich definitiv ein angenehmer Ohrenschmaus. Zuvor hatte ich mit der Band so noch keinen Kontakt, die Neugier ist aber geweckt. Die durchweg schönen Songs hörten dabei auf so klangvolle Namen wie Distanced, Seele oder Lilith. Alles in allem ein sehr angenehmer Auftritt, der als Eröffnung ideal war.
www.ahrayeph.be

Als nächstes sollten die ebenfalls aus Belgien stammenden Star Industry die Bühne entern, welche sich im Untergrund definitiv schon einen Namen gemacht haben. Den einen oder anderen Song hat man schon in diversen Clubs gehört, hier und da findet man die Combo auch auf den Billings etwas größerer Festivals. Wenn es um den Aspekt "Energie" geht, dann haben Star Industry an diesem Sonntag definitiv die kraftvolleste Show hingelegt. Zum Set gehörten Songs wie Ceremonial, Children oder Nineties, wobei letzterer wohl einer der größten Hits der Band ist.
www.starindustry.be

I-M-R waren wohl so etwas wie die Exoten des Tages, und für viele die positivste Überraschung. Mit Saxophon und Geigenbogen an der Gitarre erzeugte die Formation eine sehr schöne, verträumte Stimmung und hinterließ - nicht zuletzt wegen des schüchternen, aber sympathischen Auftretens des Frontmanns, einen uneingeschränkt positiven Eindruck. Es war beeindruckend zu sehen, wie das anfangs noch etwas verhaltene Publikum sich immer mehr begeistern ließ und die Band schließlich gar nicht mehr gehen lassen wollte. Einfach nur... Bezaubernd.
www.i-m-r-project.de

Mein persönlicher Headliner waren aber natürlich Escape With Romeo, die auf dem From The Ashes Of Angels ihre neue Show zum frisch erschienen Album Samsara uraufführten. Was soll man sagen? Thomas Elbern und seine Mitstreiter leben die Musik, zelebrieren sie und schaffen es so, eine unermessliche Power auf das Publikum zu übertragen, das neben den alten Hits (allen voran natürlich Somebody) auch schon nahezu alle neuen Songs mitsingen konnte - Und das zwei Tage nach Erscheinen der Scheibe. Respekt!
Für mich gehören Escapre With Romeo seit jeher zu den viel zu wenig beachteten Helden der Gothic-Szene, und wer sie hier in Köln erlebt hat, wird mir zustimmen. EWR sind Headliner, auch für große Bühnen... Leidenschaft und Liebe zur Musik inbegriffen.
www.escapewithromeo.de


I-M-R

Offizieller Headliner waren allerdings die Meciful Nuns - Für mich etwas unverständlich. Klar, mit Garden Of Delight war Mastermind Artaud seinerzeit eine große Nummer, aber die Nuns sind noch zu frisch und unbekannt, um wirklich Leute anzuziehen. Musikalisch ganz nett, ging mir auch das Gehabe vor Auftrittsbeginn etwas auf die Nerven: Die Leute warten zu lassen, weil die Lichtanlage nicht perfekt funktioniert? Muss nicht sein.
Dementsprechend bin ich dann auch schon während des Auftritts aufgebrochen, um die (durch Autobahnsperrung deutlich längere) Heimreise anzutreten und ein wirklich anstrengendes Wochenende hinter mir zu lassen.
www.mercifulnuns.com

Was übrigens eindeutig gefehlt hat, war ein Essens-Verkaufsstand oder eine sonstige Möglichkeit, Nahrung zu erwerben. Ein sonntägliches Festival, das von 15 Uhr bis 23 Uhr geht... Da überkommt den Besucher dann doch irgendwann mal der Hunger.

Davon abgesehen war Porta Nigra presents From The Ashes Of Angels aber das erwartungsgemäß famose und besondere Konzerterlebnis, was man im Vorfeld schon erwarten konnte. Außergewöhnliche und durchweg gute bis geniale Bands, sowas erlebt man heutzutage viel zu selten. Und dass hierfür selbst an einem Sonntag noch nicht gerade wenige Gruftis aus ihren Gräbern gekrochen sind, zeigt, dass die Nachfrage definitiv besteht.

Ich bin in jedem Fall gespannt, welches Thema sich die Porta Nigra-Leute beim nächsten Mal einfallen lassen und freue mich somit auf die nächste Fortsetzung einer spannenden Konzertreihe.

Galerien:
Galerie 1
Galerie 2

Website:
www.portanigra.be

29.03.2012 by Otti

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16.06.2011Hekate: Die Welt der dunklen Gärten(Rezension: Musik)
28.03.2011Porta Nigra: If this is the answer... Festival, Köln, 20.03.2011(Bericht: Veranstaltungen)
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