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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

The Flaw: Der Zauber der Unvollkommenheit

Auf dem Castle Rock 2010 habe ich sie zum ersten Mal wahrgenommen, jetzt mit ihrem neuen Album All You Have und im Zuge meiner Arbeit fürs Negatief wiederentdeckt - und mit diesem haben The Flaw aus Dortmund sich auch nachhaltig in meiner persönlichen Musikwelt etabliert. Fürs Heft brauchte ich ein paar Informationen, dazu machte ich ein Interview... Und dieses dürft ihr hier in voller Länge lesen. :)

Otti:
Hey Leute, danke für eure Zeit. Um Unwissende einzuweihen, wie würdet ihr selbst die Besonderheit von The Flaw in wenigen Sätzen beschreiben?

Alexandra:
Unsere Motivation ist es, authentische, ausdrucksstarke Musik zu machen, die Menschen zu fesseln vermag. Dabei steht der Name The Flaw - der Makel - für den Zauber und Tiefgang der Unvollkommenheit und Widersprüchlichkeit, denn alles, was perfektioniert und normiert ist, wirkt schnell unlebendig, oberflächlich und hohl.


"Wir haben alle unterschiedliche musikalische Backgrounds und lassen diese durch unsere Performance in die Musik einfließen."

Otti:
Eure zweite Langspielplatte All You Have ist gerade frisch erschienen. Wie fühlt ihr euch mit eurem neuen Baby? Und was macht euch darauf besonders stolz?

Alexandra:
Wir sind besonders stolz auf die Früchte der Zusammenarbeit mit Frank Bornemann, der uns neue Perspektiven auf unsere Musik eröffnet hat. Wir denken, dass uns mit dem Album ein Stück Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von einer schnellen Einordnung in musikalische Sparten gelungen ist, was die meisten der aktuellen Kritiken bestätigen.
Davon abgesehen müssen wir auch erst einmal realisieren, dass das Album endlich da ist, weil es ein langer und hart erkämpfter Weg bis zur Veröffentlichung war.

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Otti:
Wenn ich das richtig sehe, habt ihr das Album bereits vergangenes Jahr aufgenommen, die Veröffentlichung erfolgt erst jetzt, ein ganzes Jahr später. Was habt ihr denn in der Zwischenzeit getrieben, dass das jetzt so lange gedauert hat?

Lars:
Wie viele Musiker im Moment merken, hat sich vieles im Bereich des Musikmarktes grundlegend verändert. Wir haben uns mit der Veröffentlichung für einen Weg entschieden, der uns viele Freiheiten gibt und uns absolute Selbstbestimmung ermöglicht. Das hat natürlich seinen Preis und verlangt uns viel an Energie, Zeit und Einsatz ab, da wir einen Großteil der Vorgänge, die mit einer Veröffentlichung verbunden sind, selbst übernehmen. Wir mussten uns also zunächst mit vielen neuen Dingen auseinandersetzen, um bis zu diesem Punkt zu kommen. Umso schöner ist es natürlich für uns, dass wir es tatsächlich geschafft haben!

Otti:
Was waren denn generell die schwierigsten, aber vielleicht auch interessantesten Aspekte und Momente bei der Produktion des neuen Materials?

Lars:
Zunächst natürlich die Produktion an sich. Wir haben in den Horus Sound Studios in Hannover aufgenommen, sicherlich einer der besten Adressen des Landes.
Es war eine schöne Zeit auf diesem kreativen Boden zu leben und dem nachzugehen was uns das Wichtigste ist. Die Songs dort wachsen zu sehen, das Beste aus sich herauszuholen und es in diese Songs zu stecken, war schon ein Erlebnis, das wir nicht so schnell vergessen werden. Wir haben in dieser Zeit viel gelernt, besonders durch die Zusammenarbeit mit unserem Produzenten Frank Bornemann, und sind stolz auf das Ergebnis.

Otti:
An manchen Stellen habe ich das Gefühl, ganz bestimmte musikalische Einflüsse herauszuhören, ich komm aber nicht drauf... Könnt ihr mir da nicht helfen? Und im Ernst, was waren denn die Grundthemen und Ideen, die euch während den Arbeiten an All You Have bewogen haben?

Lars:
Ich denke es stecken viele verschiedene Einflüsse in dem Album, die an einigen Stellen aufblitzen. Wir haben alle unterschiedliche musikalische Backgrounds und lassen diese durch unsere Performance in die Musik einfließen. Die Bandbreite geht von brachialem Metal über Rock und Gothic bis hin in Pop-Gefilde. Es ist allerdings schwierig für uns, diese Einflüsse genauer zu identifizieren, weil wir nach der ganzen Zeit zu dicht an den Stücken sind, um das noch beurteilen zu können.

Otti:
Selbst live erlebt habe ich euch bisher einmal, das war dem Castle Rock 2010 und auf jeden Fall ziemlich cool. Von welchen tollen Konzerterlebnissen schwärmt ihr denn Band-intern sonst noch so?

Alexandra:
Ein Konzert, an das ich mich immer gern erinnere, ist ein Gig in der Schweiz in Pratteln, den wir 2008 gespielt haben. Wir sind spontan und kurzfristig als Ersatzsupport im Vorprogramm für Haggard eingesprungen, und das Publikum dort hat uns sehr gefeiert, obwohl sie uns noch nie zuvor gesehen hatten. Die Leute dort waren extrem begeisterungsfähig und offen für neues.

Otti:
Nach Plänen zu fragen ist immer so müßig, denn natürlich wollt ihr als Band noch viele Sachen veröffentlichen und Konzerte spielen. Aber wovon träumt ihr denn für The Flaw, was wären so drei wirklich tolle Ereignisse, die euch alle umhauen würden?

Alexandra:
Mir würde es "schon" reichen, von der Musik leben zu können und dabei ein hohe künstlerische Freiheit behalten zu können. Sich zwischen Job und Musik zu arrangieren ist auf Dauer doch sehr anstrengend und mitunter unbefriedigend.

Otti:
Und was will The Flaw uns sagen, was noch nie zuvor ein Mensch sich gewagt hat auszusprechen?

Alexandra:
Wir sind nur Musiker, keine Propheten und das ist uns auch lieber! ;-)

www.theflaw.de

Art des Interviews: Email
27.10.2011 by Otti

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