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Noizgate: Ein junges Label blüht auf

Seit einiger Zeit begleiten wir jetzt schon Noizgate Records, ein junges Label, dass sich größtenteils in der Metal, Indie/Alternative Richtung bewegt. Am 11.03. gab es im Kölner Underground ein Showcase um ein paar der aktuellen Bands vorzustellen. Nightshade war natürlich dabei.

Um 19:30 geht es los mit einer Bands namens Resist the tide, die zwar nicht bei Noizgate unter Vertrag sind aber einen perfekten Einsteiger liefern. Die fünfköpfigen Newcomer bieten eine ordentliche Mischung aus Deathmetal und Hardcore, die Musik ist treibend und die Musiker selbst anscheinend gut drauf denn es wird gesprungen was die kleine Bühne des Undergrounds hält. Vereinzelt bieten aber auch ein paar Violent Dancer ihre Solo Show im Publikum, zu dem guten Zusammenspiel der Gitarren und dem krachenden Bass. Sänger Burak steigt immer wieder auf eine Kiste und schmettert seine tiefe Stimme den Zuhörern entgegen, während die Saiteninstrumente sich in einer Reihe aufstellen und gemeinsam die Bude rocken, wärhend das Schlagzeug immer weiter antreibt. Um es kurz zu machen: Eine saugeile Band, die die Stimmung zu Anfang ordentlich anheizt und die Temperatur in der kleinen Halle sehr hoch treibt. Insgesamt kann man von einem sauberen Zusammenspile sprechen, musikalisch aber auch performancetechnisch, denn es macht richtig Laune der jungen Band zuzusehen. Leider spielen die Jungs nur eine halbe Stunde und müssen sich dann mit dem Umbau für die nächste Band Placenta herumschlagen. Der Wechsel der Bands dauert eine halbe Stunde, in der die Stimmung bedauerlicherweise kippt, da immer wieder kleine Pannen beim Soundcheck passieren.


Resist The Tide

Dann endlich um 20:30 fangen Placenta ihre Show an. Mit einer Welle aus Deathmetal-Core stürmen die Berliner Jungs die Bühne und innerhalb kürzester Zeit hat sich der Raum mit begeisterten Fans gefüllt. Bassist Florin steht vorne an der Kante und verzeiht sein Gesicht immer wieder zu abgedrehten Grimassen, während Sänger Sven es der Vorband nachmacht und auch eine Kiste zur Erhöhung nutzt. Das Publikum dankt auf seine eigene Art und Weise und die Violent Dancer geben alles. Das bedeutet aber auch, dass sich vor der Bühne kaum ein Mensch befindet, aus Angst vor Tritten und Schlägen von den Tänzern. Und auch durchs Mic wird immer wieder zum Moshpit aufgerufen, was für die normalen Zuhörer teilweise sehr gefährlich ist. Auf der Bühne selbst wird zwar gerockt, allerdings scheint jeder der Musiker sein eigenes Ding durchzuziehen. Die Energie stimmt zwar aber alle sind eher für sich als zusammen als Band und das ist sehr schade, da der Sound an sich stimmt. Krachende Beats und perfekt arrangierte duale Gesangslinien geben einen tollen Klangteppich her.


Placenta

Weiter geht es mit Disposed To Mirth, die schon um 21:20 auf die Bühne stürmen. Hier wird direkt von Anfang an klar, dass diese Band der absolute Höhepunkt des Abends sein wird. Die vorderen Ränge sind gefüllt und das Publikum singt und schreit viele Textpassagen mit. Auch Sänger Matze bedient sich stehenderweise der Kiste und animiert das Publikum zum Mitmachen. Gitarrist Vladi und Bassist Mario flankieren den Shouter und haben sogar kleine choreographische Elemente. Dabei wird an bestimmten Stellen perfekt gemeinsam geheadbangt und auch der Fuß wird gleichzeitig auf der Box abgestellt um eine bessere Pose einzunehme. Drummer Fabio treibt derweil mit seinem sauberen Schlagzeugspiel die Musik weiter nach vorne. Zwischen den Songs arbeiten die Jungs aus Münster mit Samplen, was bedeutet, dass der Sound niemals abreißt und das Publikum ist absolut auf der Seite der Band. Es wird auf den Ruf "My finger´s on the trigger" mit einem erstaunlich lauten "It´s time for you to die" geantwortet, die meisten Leute aus dem Publikum kennen diese Phrase schon und geben ihr Herzblut um gehört zu werden. Matze dankt es indem er immer wieder das Mic zu den Leuten hält und sie einige Passagen komplett alleine shouten. Aber nicht nur stimmtechnisch werden die Fans gefordert, sie dürfen sogar auf die Bühne kommen und stagediven. Die vierköpfige Band legt einen geilen Auftritt hin und feiern einfach eine ordentliche Party, während die Temperatut scheinbar fast auf dem Siedepunkt ist. Am Ende der Performance gibt es sogar laute Zugabe-Rufe, da aber die Vorband überzogen hat, müssen sich die Fans mit knackigen 20 Minuten zufriedengeben.


Disposed To Mirth

Der Umbau dauert nun wieder etwas länger, da die Band "Infight" Synthesizer mit auf die Bühne bringen. Mit Metal hat diese Musik nicht viel zu tun und das lässt das Publikum die Band auch leider wissen aber immerhin ist es ein Showcase und keine Metalparty. Die Jungs geben eine Mischung aus 80s-Synth-Pop, treibenden Gitarren und Trash-Vocals zum Besten. Sänger Shorty steht vorne an der Bühne und singt saubere Lines ins Mic während er gleichzeitig die Synthies bedient. Und auch Bassist Doc dreht sich immer wieder zu seinem Synthesizer um, so wird ein sehr flächiger und vor Allem auch stimmiger Sound kreiert. Die Musik stimmt nur leider ist das Publikum wohl eher auf Headbangen und Moshen eingestellt und hört zwar brav zu, ist aber nicht wirklich gewillt richtig Stimmung zu machen. Sehr schade, denn Infight scheinen wirklich Potential zu haben. Aber die Herren von Noizgate haben sich ja auch sicher etwas dabei gedacht, die vierköpfige Band ins Programm zu nehmen;)


Alles in Allem war das Showcase im Underground eine gelungener Abend und die Leute gingen Abends mit einem müden Lächeln und durchgeschwitzen Shirt nach Hause. Aber so sollte es ja auch sein. Noizgate Records haben sich in den letzten sehr gemacht, nicht zuletzt wegen ihrem Händchen für mitreißende Musik und wir dürfen gespannt sein, was da noch auf uns zukommt. Ich darf auch schon verraten, dass meine persönlichen Lieblinge Disposed To Mirth auch bald ein neues Album herausbringen werden. Als, Leute, ein wenig müsst ihr euch zwar noch gedulden aber 2011 wird ein erwartungsvolles Jahr!

Galerie Resist The Tide
Galerie Placenta
Galerie Disposed To Mirth

19.03.2011 by HerInfernalMajesty

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