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The Crüxshadows: Matrix Bochum, 11.05.2006

Insgesamt drei Bands wurden dem geneigten Publikum am Abend des 11. Mai in der Bochumer Matrix präsentiert. Wobei ich ehrlich gesagt ein Wegbleiben der ersten Band kaum vermisst hätte.
"Big Boy" eröffneten den Abend mit rumpeligem Alternative Rock. Musikalisch nicht unbedingt meine Richtung, aber spieltechnisch durchaus OK. Das alberne Outfit des Sängers (halb aufgezogene Schlafbrille) sowie sein anzügliches Gehabe auf der Bühne stellten aber eine böse Strapaze für mein ästhetisches Empfinden dar. Auch die verheißungsvolle Ankündigung, im Laufe des Abends noch mit jemandem aus dem Publikum Analverkehr zu haben, konnte mich weder stilistisch noch erotisch überzeugen. Und so hielt sich meine Trauer in Grenzen, als "Big Boy" recht bald die Bühne wieder verließen.

Nach lobenswert kurzer Umbaupause leiteten dann "Behind the Scenes" den Erwachsenen-Teil des Abends ein. Vor einigen Jahren sorgte die Wave-Kapelle aus Neuss mit ihrem Album "Home" für Aufhorchen und schaffte es mit dem Song "Human" auch auf einige Sampler. Im vergangenen Jahr haben sie sich mit dem Album „pure" zurück gemeldet , welches im Rahmen der Tour live vorgestellt werden sollte. Wie sich das Publikum der Matrix überzeugen konnte, hat die Stimme von Sänger Mel nichts von ihrem hypnotischen Charakter verloren. Gut gelaunt moderierte er durch den Set und präsentierte zusammen mit seinen beiden Mitstreitern eine Mischung aus neuen und alten Songs. Natürlich durfte auch ihr Meisterstück "Human" nicht fehlen, welches auch live einfach nur ein Lied zum Niederknien ist.
Als "Behind the Scenes" nach einer guten halben Stunde Spielzeit wieder die Bühne verließen, hatten die Veteranen ein mehr als überzeugendes Lebenszeichen von sich gegeben. Schön, dass sie wieder da sind!

Nach einer wiederum sehr kurzen Umbaupause (großes Lob an die Organisation!) betraten dann die sehnsüchtig erwarteten "Crüxshadows" die Bühne. Die ganzen "Crüxshadows"? Nein! Sänger Rogue zog es mal wieder vor, sich seinen Weg zur Bühne mitten durchs Publikum zu bahnen. Kleiner Tipp: Solltet Ihr Euch - nichts Böses ahnend - auf einem "Crüxshadows"-Konzert befinden und plötzlich von hinten angerempelt werden, schaut lieber noch mal nach, bevor Ihr den vermeintlichen Rüpel anbölkt! Es könnte Rogue bei einem seiner zahlreichen Bäder in der Menge sein.
Im Prinzip lohnt es sich nicht, über ein "Crüxshadows"-Konzert noch viele Worte zu verlieren. Live sind die Mädels und Jungs auf Florida eigentlich immer sehr gut und energiegeladen. Und spätestens beim Erklingen des Überhits "Deception" mit dem wunderbaren Geigen-Intro von Rachel McDonnell wurde das Publikum auch wach und tanzte begeistert mit. Abgesehen von diesem unvermeidlichen Klassiker bildeten aber die Lieder des aktuellen Albums "Dreamcypher" sowie des Meisterwerks "Winterborn" den Schwerpunkt des Programms.Auch optisch sind die feschen Amerikaner immer ein Erlebnis. Obwohl ich mich an Rouges (nicht mehr ganz so neue) Frisur nur schwer gewöhnen kann. Irgendwie sieht er damit aus wie ein Typ aus einem Abenteuer-Film, der zu lange unter Südsee-Insulanern gelebt hat. Oder, etwas platter ausgedrückt, wie ein Kakadu in der Mauser. Aber das ist natürlich Ansichtssache...
Natürlich hielt Rogue auch wieder seine traditionelle Ansprache auf Deutsch. Wobei diese eigentlich immer noch genau so klingt wie vor sechs Jahren, als ich die "Crüxshadows" das erste Mal gesehen habe. Da stellt sich natürlich irgendwann mal die Frage, ob er seinen Sprachunterricht inzwischen aufgegeben hat oder diesen lustigen Akzent vielleicht sogar bewusst als Gag kultiviert. Aber mittlerweile, wie er so erzählte, trainiert er Deutsch mit Hilfe einer "Räuber-Hotzenplotz-DVD", die er sich in Malaysia (?) gekauft hat. Wie auch immer, eine nette Geste ans Publikum sind diese Ansprachen auf jeden Fall.
Überhaupt, bevor jetzt hier durch meine kleinen Lästereien ein falscher Eindruck entsteht:
Das Konzert war absolut super!!! Die "Crüxshadows" haben mit der "Dreamcypher"-CD und der Tour mal wieder eindrucksvoll ihren Status als Ausnahmeband der schwarzen Szene bestätigt. Aber was man mag, darf man doch auch ein wenig necken, oder...?
Nach "Marilyn my Bitterness", der traditionell letzten Zugabe, begab sich das Publikum dann rundum zufrieden in die weiten Katakomben der Matrix, um die "Crüxshadows" am Merchandising-Stand zu treffen oder sich der anschließenden Empire-of-Darkness-Party hinzugeben.

03.06.2007 by Ralle
The Crüxshadows in unserer Band- und Künstlerdatenbank

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