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Battlefield: Bad Company 2: Rückkehr der Chaostruppe

Spricht man heutzutage über militärische Ego-Shooter, dann darf eine Reihe niemals ausser Acht gelassen werden. Mit Battlefield 1942 starteten EA und das schwedische Entwicklerstudio DICE vor 8 Jahren eine Erfolgsgeschichte, die mittlerweile viele Hauptspiele, Add-Ons und sogar einen kostenlosen Multiplayer-Onlineshooter (Battlefield: Heroes) hervorgebracht hat. Neuester Ableger dieses Multiversums ist Battlefield: Bad Company 2, welches wir für euch in der PC-Version getestet haben. Erhältlich ist Bad Company 2 zudem für die PS3 und die XBox 360.

Battlefield: Bad Company 2 ist, wie man dem Namen schon entnehmen kann, eine Fortsetzung. Der erste BC-Teil erschien vor 2 Jahren ausschliesslich für die XBox 360 und die PS3, und erzählte in der Singleplayer-Kampagne die Geschichte der namensgebenden B-Kompanie, einer Einheit des US-Militärs in die all diejenigen abgeschoben werden, die durch Fehlverhalten oder Unfähigkeit aufgefallen sind, und nun als Kanonenfutter die Drecksarbeit erledigen müssen. Der Spieler schlüpfte dabei in die Haut des Soldaten Marlowe, welcher mit seinen Squadmitgliedern Sweetwater, Haggard und dem Sarge in einer fiktiven Konfliktregion verheizt werden soll. Doch dann finden die vier Freaks bei einer Söldnertruppe Gold, wollen mehr, und stürzen damit nicht nur sich ins Chaos...

In Bad Company 2 spielt man erneut besagten Marlowe und wird von den gleichen computergesteuerten Typen begleitet, ansonsten sind die beiden Storylines aber nicht miteinander verknüpft. Der zweite Teil schickt das Chaos-Quartett auf die Jagd nach einer ominösen Massenvernichtungswaffe, welche die Japaner bereits im 2. Weltkrieg entwickelt haben und die jetzt wieder aufgetaucht ist. Nicht nur das, die Russen haben sie in die Finger bekommen, und die Wodkaköpfe mit explosiven Dingen hantieren zu lassen, könnte böse Folgen haben. Also werden Marlowe und seine Kameraden von einem mysteriösen Agenten quer durch die Welt geschickt, um das kleine Spielzeug einzusammeln und schlimmeres zu verhindern. Dummerweise entschlüpfen sowohl der Oberbösewicht als auch die Bombe mehrfach dem Zugriff der Bad Company wodurch sich die kurzweilige, wenn auch nicht sonderlich logische Geschichte entwickelt und der Spieler in verschiedensten Missionen seine Shooter-Skills unter Beweis stellen darf.

Erschienen: 04.03.2010

Die mit einer Spielzeit von knapp 6-8 Stunden leider recht kurz geratene Kampagne bietet allerlei abwechslungsreiche Missionen. So gilt es Verfolgungsjagden mit Jeeps und Quads zu bestehen, sich klassisch durch Gegnerreihen zu metzeln oder mit einem Snipergewehr den Kameraden den Weg in ein feindliches Lager freizuschiessen. Nicht besonders fordernd, aber spassig sind dabei auch die Helikopterflüge, bei denen man einfach an der Minigun sitzt und Tod und Verderben über den Gegner spuckt.
Unterschiedliche Landschaftsumgebungen stellen dabei natürlich verschiedene Anforderungen, so gibt es eine Mission in der sich Marlowe alleine durch einen Eissturm zu seinem Squad durchschlagen muss... Bleibt man zu lange ausserhalb schützender Gebäude, wird die Sicht immer schlechter, unser Protagonist fängt an zu zittern und erfriert letztlich - Wenn ihn die Russen nicht vorher grillen.

Die meiste Zeit jedoch begleiten uns Haggard, der Sarge und Sweetwater. Gelegentlich gibt es sogar weitere Mitstreiter, wie z.B. andere Soldaten die wir befreien. All diese Begleiter sind (zum Glück) unsterblich - Im Gegensatz zu uns. Wenn Marlowe ins Gras beisst heisst es, beim letzten Speicherpunkt erneut loszulegen. Diese sind aber in der Regel sehr fair gesetzt, nur sehr selten hat man ein gewisses Déjà-Vu-Gefühl, wenn man an einer kniffligen Stelle mehrfach scheitert.
Die KI - sowohl unserer Gegner als auch der Begleiter - schwankt leider recht stark. Während die computergesteuerten Soldaten oft tatktisch recht klug vorzugehen scheinen, gibt es auch Situationen, in denen uns ein Russe fröhlich dazu einläd, ihm eine Bleiinjektion zu verpassen, obwohl er uns schon sekundenlang anstarrt. Und auch Haggard und Co. kämpfen manchmal wie echte Elitesoldaten, um dann wieder trotz Gegneransturms hinter der nächsten Deckung zu verharren, als wollten sie erstmal ein Picknick einlegen. Beide Extreme halten sich aber die Waage und treffen sich auch oft in der Mitte, wodurch sich insgesamt ein recht ausgewogener Schwierigkeitsgrad ergibt.

Ähnliches lässt sich auch über die Fahrzeugsteuerung bei Bad Company 2 sagen. Sowohl im Einzelspieler-Modus als auch in der Multiplayer-Variante kommt man - wie in der Battlefield-Reihe meist üblich - in den Genuss, diverse militärische Vehikel durch die Gegend zu bewegen. Am PC (mit Maus und Tastatur) fällt das Handling dabei sehr unterschiedlich aus. Gerade bei schnelleren Untersätzen wie Buggies reagiert die Tasteneingabe oftmals zu stark, wodurch es schnell zu Holperpartien kommt. Panzer fahren macht hingegen, nicht zuletzt wegen der nahezu vollständig zerstörbaren Umgebung, höllisch Laune! Kleinere Hindernisse weren von den Stahlmonstern einfach niedergewalzt, größere sprengt man mit der Kanone weg. Freie Fahrt für freie Bürger!


Ganz so hübsch ist die Grafik zwar nicht, aber sie taugt!

A propos "zerstörbare Umgebung", hier punktet Battlefield: Bad Company 2 auf ganzer Linie! Schon im Vorgänger konnte man Gebäude und ähnliches oft zerschiessen, aber diese fielen dann an gewissen Sollbruchstellen auseinander. Der neue Teil setzt hier neue Maßstäbe. Natürlich gibt es auch weiterhin gewisse physikalische Grenzen, was das Zerlegen der Landschaft und Umgebung angeht, aber diese wurden so realistisch umgesetzt, dass man sich oftmals wie im wirklichen Krieg fühlt. So bieten zwar Gebäude eine solide Deckung gegen Feindbeschuss, aber wenn der Gegner lang genug, oder mit dem richtigen Kaliber, auf die Wände um uns herum zielt, kann es ganz schnell passieren, dass wir von zusammenstürzenden Wänden erwischt werden oder der vermeintlich sichere Schutz in einen Haufen Steine zerbröselt. Dieses Feature kann der Spieler natürlich auch zu seinem Vorteil nutzen. Ein fieser Heckenschütze verschanzt sich auf einem schützenden Turm? Kein Problem, heizen wir doch mal mit der Panzerfaust auf dessen Konstruktion, und schon darf der Camper sich auf unangenehme Weise mit den newton´schen Gesetzen der Schwerkraft beschäftigen.

Bleibt noch zu sagen, dass die Story in jedem Fall durch grafisch hochqualitative und inhaltlich witzige Zwischensequenzen getragen wird. Der pazifitsische Heli-Pilot ist einfach göttlich, die Diskussionen unseres Squads amüsant und die visuellen Eindrücke überzeugen. Zwar wirkt die Handlung - wie schon erwähnt - etwas unlogisch und an den Haaren herbeigezogen, Unterhaltungswert birgt sie aber allemal.
Die Kampagne als solche bietet somit in der Kürze ausgesprochen viel Würze. In der PC-Version empfiehlt sich allerdings ein leistungsstarker Rechner - wenn man die Minimalanforderungen gerade erfüllt, lässt sich Bad Company 2 zwar weitestgehend flüssig spielen, aber bei starker Rauchentwicklung oder den gelegentliche vorkommenden Sandverwehungen geht die Performance dennoch sehr schnell in die Knie.

Multiplayer

Erstmal ein kurzer Einwurf vom Autor dieser Zeilen: Juchu!
Seit ich angefangen habe, für Nightshade auch Computerspiele zu testen, ist Battlefield: Bad Company 2 der erste Titel mit Multiplayer-Part, der mir in die Finger kommt. Dementsprechend groß war die Freude darüber, sich auch mal mit "echten" Gegenspielern messen zu können. Auf der anderen Seite sei hier gestanden, dass dies der erste Mehrspieler-Shooter ist, den ich seit einer recht exzessiven Counterstrike-Phase ausführlicher anspiele. Dementsprechend war mir von vorne herein klar, dass ich die nächste Zeit erstmal gnadenlos abstinken werde, wenn es um Online-Schiessereien geht. Egal, die Herausforderung wird dadurch um so grösser, und BFBC 2 wird mir in den nächsten Wochen definitiv als Trainingslager dienen müssen, um in Zukunft auch bei ähnlichen Games ein ernstzunehmender Gegner zu sein.

Ursprünglich als reine Multiplayer-Reihe gestartet, ist solch ein Modus natürlich bei jedem Battlefield-Teil Pflicht. Und von erfahrenen Entwicklern wie DICE darf man hier getrost höchste Qualität erwarten - Und die Spieler wurden auch diesmal nicht enttäuscht.

Physik und Grafik sind natürlich der des Einzelspieler-Teils identisch. Die zerstörbare Landschaft bietet natürlich gerade gegen menschliche Gegenspieler manche tatktische Finessen, die vergleichbare Shooter oft vermissen lassen. Mit vielen sehr unterschiedlichen und weitläufigen Karten, und 4 Spielmodi (Rush, Conquest, Squad Deathmatch und Squad Rush) wird genügend Abwechslung geboten, um viele Stunden auf dem virtuellen Schlachtfeld zu verbringen.
Motivation bieten dabei das Rangsystem und die Erfolge (Belohnungen für besondere Leistungen). Es gilt möglichst viel für das eigene Team zu erreichen, um Erfahrungspunkte zu sammeln und somit im Rang aufzusteigen. Nur so erhält man im Laufe der Zeit neue, bessere Ausrüstung um noch mehr Schaden und Verzweiflung unter den Gegnern zu streuen.

Taktisches Vorgehen und Teamarbeit erhöhen die Erfolgschancen natürlich ungemein. So kann man auch im Multiplayer haufenweise unterschiedliche Fahrzeuge benutzen, wobei teilweise auch mehrere Spieler in ein Vehikel einsteigen können. Während ein Mitstreiter also den Panzer steuert, darf man auch an einem seitlichen Geschütz Platz nehmen, um Flankenangriffe von fiesen Panzerfaust-Heckenschützen im Keim zu ersticken. Oder es gilt ,einen feindlichen Trupp in einem Schusswechsel zu binden, während ein weiteres Squad diesem in den Rücken schleicht und so den Sieg perfekt macht.

Schwierig - gerade für Einsteiger - gestaltet sich die Freund-Feind-Erkennung. anders als bei anderen Spielen sind die Gegner nämlich nicht ohne weiteres an einem Schriftzug über dem Kopf zu erkennen. Erst wenn man diese mittels Tastendruck für einige Sekunden "markiert", können alle Mitstreiter sich sicher sein, dass die Gestalt die sich "da hinten" zu verbergen sucht, auf jeden Fall mit ein paar Granaten gefüttert werden sollte. Als Neuling sollte man sich also am Besten einen Server suchen, auf dem das "Friendly Fire" deaktiviert ist, um sich nicht den Ärger der eigenen Teamkollegen dadurch einzuhandeln, dass man diesen gern mal "aus versehen" den Rücken zersiebt.

Ansonsten überzeugt Battlefield: Bad Company 2 aber mit einem sehr ausgewogenen Multiplayer-Part, welcher Profis fordern sollte, aber auch Einsteigern mit einer gewissen Eingewöhnungszeit Spaß macht.

Tops Flops
+ Zerstörbare Umgebung
+ Witzige Inszenierung
+ Abwechslungsreiche Missionen
+ Technisch Top
+ Panzer fahren!
+ Mehrspielerteil macht Laune
- Story eher schwach und unlogisch
- Kampagne zu kurz
- Ressourcenhungrig

Daten

Genre:Ego-Shooter
USK:freigegeben ab 18 Jahren
Plattformen:PC, XBox 360, PS3
Entwickler:DICE
Vertrieb:Electronic Arts
Mehrspieler:Das hier ist Battlefield! Klar gibts da Massenschiessereien.
Screenshots:Von EA/DICE
Veröffentlichung:04. März 2010

Systemanforderungen PC

Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7
Prozessor: 2,0 Ghz Dualcore
Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
Festplatte: Mindestens 10 GB freier Speicher
Grafikkarte: 256 MB

Websites:

Battlefield - Homepage
DICE
Electronic Arts

24.03.2010 by Otti

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