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HIM: Love Metal im FZW Dortmund, 10.03.2010

Am 10.03.2010 war es endlich soweit: HIM spielten einen ihrer zwei Deutschlandgigs in Dortmund. Zwei Tage zuvor hatten die fünf Finnen schon Hamburg gerockt und beehrten nun das Ruhrgebiet mit ihrem "Love Metal".


Dommin

Die ersten Fans kamen schon am Vortag am Veranstaltungsort, dem FZW in Dortmund, an und verbrachten eine eisige Nacht vor dem für ca. 1300 Leuten konzipierten Freizeitzentrum. Kurz vor Einlass um 19:00 ging natürlich das große Gedränge los und die Securitys hatten arge Probleme damit, die Türen zu öffnen. Tja, nächstes Mal wäre es wohl besser die Wellenbrecher VORHER aufzustellen. Aber nungut, es gab weder Tote noch Verletzte und im Endeffekt kamen doch alle rein.
Die Halle selber macht insgesamt einen sehr gemütlichen Eindruck, die Bühne ist nicht zu groß und nicht zu klein und wie im Kölner Palladium gibt es oben Stehplätze, die einen tollen Ausblick auf die Bühne preisgeben. Fast pünktlich auf die Minute traten die Supporter Dommin um 20:00 vor das wartende Publikum. Und die Jungs waren gut! Mit treibenden Gitarrenriffs, harten Drumlines und einem kurzen Set von 30 Minuten heizten die vier der Dortmunder Halle ordentlich ein. Und mit ihrer eigenen Version von I just died in your arms tonight von der Cutting Crew von 1986 brachten die US-Rocker doch den ein oder anderen zum Mitsingen. Das war seit langem mal wieder eine Vorband, die man sich gerne angeschaut hat und bei der man nicht ständig auf die Uhr sah und sich fragte, wann der Hauptact denn endlich da sein würde.

Um kurz nach Neun ging das Licht dann endgültig aus und ein recht HIM-untypisches Intro drang durch die Boxen. Die Fans begannen zu klatschen, zu johlen aber als dann endlich die finnischen Landsmänner die Bühne betraten ging das Gekreische ordentlich los. Mit dem Opener Like St. Valentine vom neuen Album Screamworks:Love In Theory and Practice setzten HIM ein sehr hohes und schnelles Level an, aber man hätte es absolut nicht besser machen können. Von der Setlist her war für jeden was dabei und bis auf Deep shadows and brilliant highlights wurden alle Alben miteinbezogen. Nach jedem Song war der Applaus bombastisch und mit jeder Redepause ging das Schreien nach Frontman Ville Valo los. Dieser ging manchmal drauf ein, manchmal zog er aber auch einfach sein Ding durch.


HIM

Insgesamt war er sehr gut gelaunt und auch der Rest der Band machte einen äußerst euphorischen Eindruck, auch wenn sie zuvor im Hotel noch einen relativ müden Anschein zeigten. Aber immerhin haben sie ja auch gerade eine Australientour hinter sich und kamen nun aus Amsterdam. Auf der Bühne merkte man der Band jedenfalls nichts an. Der Sound war klasse, die Stimmung war großartig und Ville bezauberte das größtenteils weibliche Publikum mit seiner Ausnahmestimme. Wie zu erwarten war natürlich Join Me der absolute Mitsing-Song für jeden im Raum, obwohl die Dortmunder Fans insgesamt sehr textsicher waren, auch auf die gerade erst erschienenden Songs bezogen. Nach zwölf Liedern und ca. einer Stunde pure HIM begannen die Danksagungen mit "The next song is dedicated to...well....to whom is this song dedicated?" und natürlich schrie die halbe Halle "MEEEE!!!!" Ville was amused, grüßte dann allerdings Stephanie Glockenspiel...pardon...Glockmann, die sich zuvor rührend um die Band gekümmert hatte. Ein wirklich toller und emotionaler Moment als dann die ersten Töne von When love and death embrace erklangen, die für viele Fans wohl als Überraschung daherkamen.
Danach verließ die Band obligatorisch die Bühne, kehrte aber nach zehn Minuten Applaus und heftigen "We want more!" Rufen zurück um sich noch drei Zugaben zu widmen. Dabei durften natürlich die bald erscheinende Single Scared to death und der Klassiker The funeral of hearts mit riesiger Discokugel an der Decke nicht fehlen.

Insgesamt war der Gig einfach super, Licht und Sound waren perfekt abgestimmt, die Stimmung auf der Bühne war großartig zu verfolgen und die Euphorie des Publikums setzte dem Ganzen die Goldkrone auf. Wirklich schön zu sehen, dass nach so vielen Jahren Bandgeschichte die Jungs immer noch eine tolle Show abliefern. Vielleicht nicht mehr so stürmisch wie um 2000 rum aber jeder Einzelne verließ die Venue mit einem strahlenden Lächeln und einem guten Gefühl im Bauch und wahrscheinlich auch einem Piepsen in den Ohren.

Tja, wer sich jetzt ärgert nicht dabei gewesen zu sein, der darf sich auf den Herbst freuen. HIM haben durchblicken lassen, dass für die Zeit nach ihrer US-Tour eine größere Deutschland-Tour geplant ist, bei der keiner fehlen sollte. Die Jungs sind im Moment wirklich richtig gut drauf und es macht einfach Spaß dabei zu sein, mitzusingen, ein wenig zu tanzen oder einfach nur zuzuhören und eine schöne Zeit zu haben.

Wir sind das nächste Mal auf jeden Fall auch wieder dabei, wenn es heißen wird "Won´t you die tonight for love?"

Setlist 10.03.2010

01. Like St Valentine
02. Right here in my arms
03. Wings of a butterfly
04. Heartkiller
05. Join me
06. The kiss of dawn
07. Katherine Wheel
08. Poison Girl
09. Buried alive by love
10. Disarm me (with your loneliness)
11. Your sweet six six six
12. Wicked Game
13. When love and death embrace

Zugaben: 14. It´s all tears (Drown in this love)
15. Scared to death
16. The funeral of hearts

Galerie zum Abend
Rezension Screamworks: Love In Theory And Practice
Interview mit Migé
HIM-Website

13.03.2010 by HerInfernalMajesty
HIM in unserer Band- und Künstlerdatenbank

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