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Winter´s Verge: Tales of Tragedy

Wenn man von der Mittelmeerinsel Zypern spricht, dann kommen einem alle möglichen Bilder vors geistige Auge: Sonne, guter Wein, fantastisches Olivenöl und malerische Dörfer. Was einem vermutlich nicht als erstes in den Kopf schießt ist Musik und falls doch, dann gilt der Gedanke wohl eher Zyperns Teilnahme am jährlichen Eurovision Song Contest und weniger dem Genre des Heavy Metal, egal in welcher Ausprägung. Dennoch gibt es auch dort Bands, denen es gelingt durch ihre Arbeit das Augenmerk auf Zypern zu lenken und international Fuß zu fassen. Zu eben diesen Bands kann man wohl getrost auch jetzt schon Winter´s Verge zählen, deren Versprechen epischer Melodic Metal mit progressiven Einschlägen ist. Winter´s Verge existieren seit 2004 und haben bereits zwei Alben via Limb Music veröffentlicht. Nachdem man mit Another Life ...Another End und Eternal Damnation auf sich aufmerksam gemacht hat, konnte man einen Deal mit Massacre Records an Land ziehen um das aktuelle, dritte Album Tales Of Tragedy zu veröffentlichen.

Mit dem Opener World Of Lies startet Tales Of Tragedy temporeich und vielversprechend kraftvoll. Old Man´s Wish greift diese Energie auf, führt sie konsequent weiter und so gelingt ein ansprechender Einstieg. Weiter geht es mit I Swear Revenge, dessen Chorus im Ohr hängen bleibt und der ein gutes Beispiel dafür ist, wie klasse Winter´s Verge klingen können - definitiv eines meiner Lieblingsstücke vom Album. Anschließend beginnt For Those Who Are Gone als streichelzarte Ballade, um nach gut der Hälfte des Stückes doch noch ins metallisch-rockende umzuschlagen und sich zu einem Highlight der Platte zu mausern, dem es gelingt Emotionen zu transportieren. Leider schwächelt die Platte von nun an und Winter´s Verge gelingt nur noch zweimal der Sprung über die Messlatte der Beiläufigkeit. Einmal gelingt dies noch mit dem extrem flotten Dark Entries. Druckvoll röhrt es aus den Boxen und lässt das Metal-Herz diverse Takte schneller schlagen. Last, but not least ist es dann das mit sechseinhalb Minuten längste Stück der Scheibe Reflections Of The Past, das noch einmal aufhören lässt. Hier beweisen Winter´s Verge ihre Vielseitigkeit und zeigen das Potential, das sie hoffentlich in Zukunft noch besser ausschöpfen können.

Tales Of Tragedy stellt sich insgesamt als solides Album dar, das noch Spielraum nach oben bietet und dennoch genügend Power und Potential hat, um Winter´s Verge längerfristig Gehör zu verschaffen und die Türen zu öffnen, derer es bedarf, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Knappe 54 Minuten lang wird man mit abwechslungsreichen und vielschichtigen Kompositionen durchaus gut unterhalten. Was mir noch fehlt sind Stücke, deren Einzigartigkeit heraussticht und, die Ohrwurmpotential haben. Es mangelt dabei keineswegs an der technischen Umsetzung oder den Ideen, es ist viel mehr so, dass es noch ein wenig an Dichte und Originalität fehlt. Mehr Eigenständigkeit und Unverkennbarkeit im Klang würden Winter´s Verge gut zu Gesicht stehen. Für Freunde des Genres ist Tales Of Tragedy dennoch eine Empfehlung und wenn Winter´s Verge sich konsequent steigern, wird man noch sicher einiges von ihnen hören.

Trackliste:

01. World Of Lies
02. Old Mans Wish
03. I Swear Revenge
04. For Those Who Are Gone
05. The Captains Log
06. Envy
07. Dark Entries
08. Madness Once Called Love
09. Tomorrows Dawn
10. Reflections Of The Past
11. Curse Of Time

Veröffentlichung: 29.01.2010

Winter´s Verge Website
Winter´s Verge @ MySpace

Cover

Bloody Harry

02.02.2010 by Brummelhexe

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