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Olaf Seider Coincidence: Zeitenwandel

Es sind oftmals die kreativsten Köpfe, von denen der Durchschnittskonsument kaum etwas mitbekommt, geschweige denn sich deren Namen merkt. So dürfte es auch Olaf Seider gehen - Als Musiker und Produzent, Labelchef und Filmemacher, und noch in vielen anderen Sparten hat dieser vielseitige Künstler sich schon ausgetobt, und ist so sicher jedem von uns schon mal indirekt untergekommen, ohne, dass wir es gemerkt haben. Einen Eindruck seines Schaffens kann man sich unter www.olafseider.de verschaffen.
Aber was ist ein Künstler, der sich nicht selbst verwirklichen kann? So produziert Seider eigene, zum Teil preisgekrönte Hörspiele, und hat auch im Musikbusiness immer wieder an verschiedenen Projekten mitgewirkt. Irgendwann aber war es an der Zeit, seinen ganz eigenen musikalischen Traum endlich zu verwirklichen. Aus diesem Drang heraus entstand Olaf Seider Coincidence, kurz OSC genannt. Und damit nicht genug, mit Zeitenwandel wurde im letzten Jahr das erste vollwertige Album dieses Projektes veröffentlicht.

Dass ein Mann, der sich in seinen Auftragsarbeiten mit Dokus über die Vogelgrippe und Trailern für große Technologieunternehmen beschäftigt, eigentlich ein Industrialhead ist, mag auf den ersten Blick befremdlich wirken. Tatsächlich aber hat Mr. Seider ein dermaßen vielseitiges Album in die Welt gesetzt, dass es einem (im positiven Sinne) Angst und Bange wird, und man sich fragt, warum dieser Herr soviel Zeit abseits seiner Berufung "verschwendet" hat. Zeitenwandel birgt 15 durchgängig eindrucksvolle Songperlen, von der eine gelungener klingt als die andere. Zwar merkt man, dass Olaf Seider sich von anderen Künstlern hat inspirieren lassen, wenn z.B. der Titeltrack Zeitenwandel die gleichen treibenden Riffs wie ein Rammstein-Stück hat, oder Sieh in dein Herz nach ausgereiften frühen Suicide Commando-Meisterstücken klingt, aber bei all dieser Nähe zu verschiedenen anderen Szenekünstlern steckt in jedem Song genug eigenes Herzblut und innovative Neuigkeit, um Olaf Seider Coincidence mehr als nur eine Daseinsberechtigung zu geben.
Egal ob schon fast ans Ambient angelegte Kracher wie Todesmarsch oder das schon eher sanftmütige Eisprinzessin (zu dem niemand anderes als die bezaubernde Anne Clark ihre Stimme beisteuert), OSC beweist ein feines Händchen für den Zeitgeist und den Facettenreichtum, der in der dunklen Seite der Musik liegt.

Bleibt noch anzumerken, dass trotz des Namens Olaf Seider Coincidence der Protagonist eben nicht alleine an seiner Vision werkelt. Neben der bereits erwähnten Anne Clark hat sich der Künstler ein Team zusammengesucht, welches OSC über den Status eines Soloprojektes hinaushebt und Olaf mit mehr als nur ein wenig Inspiration den Rücken stärkt. Mit soviel Backup und seiner spürbaren Leidenschaft dürfte der Herr gute Karten haben, bald schon die Bühnen und Tanzflächen dieser Welt zu erobern.

Trackliste
01. Der Tagesablauf
02. Ich komm zu dir
03. Zeitenwandel
04. Eisprinzessin
05. Tiefer
06. Glücklich allein
07. Die Holzkommode
08. Goldener Käfig
09. Irgendwann
10. Sieh in dein Herz
11. Gebundene Arme
12. Ein letztes Mal
13. Gedankenschmerz
14. Todesengel
15. Todesmarsch

Veröffentlichung: 17.07.2009

OSC - Homepage
Cover

02.01.2010 by Otti

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